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1 Anonyme(r)



#1
Zündung Stamo 203
Odenwaelder
Geschrieben am: 17.10.2021
Hallo Zusammen,
Ich hab hier einen E9 mit einem Stamo 203 der nicht mehr anspringt.
Dieser hat nur einen extrem schwachen Zündfunken, er ist nur vorhanden wenn man das Zündkabel etwa auf 1mm an die Kühlrippen hält, mit Kerzenstecker und Kerze funkt garnichts.
Jetzt wollte ich mir die anderen Zündungsteile mal ansehen und stieß gleich auf das nächste Problem: Das Polrad sitzt wie festgeschweißt auf der Welle.
Habt Ihr einen heißen Tip wie man das am besten runterbekommt, welcher abzieher ist empfehlenswert?
Was könnte der Grund für den schwachen Zündfunken sein?
Viele Grüße vom Odenwälder
Ich hab hier einen E9 mit einem Stamo 203 der nicht mehr anspringt.
Dieser hat nur einen extrem schwachen Zündfunken, er ist nur vorhanden wenn man das Zündkabel etwa auf 1mm an die Kühlrippen hält, mit Kerzenstecker und Kerze funkt garnichts.
Jetzt wollte ich mir die anderen Zündungsteile mal ansehen und stieß gleich auf das nächste Problem: Das Polrad sitzt wie festgeschweißt auf der Welle.
Habt Ihr einen heißen Tip wie man das am besten runterbekommt, welcher abzieher ist empfehlenswert?
Was könnte der Grund für den schwachen Zündfunken sein?
Viele Grüße vom Odenwälder
#2
Re: Zündung Stamo 203
Bastian
Geschrieben am: 17.10.2021
Hallo Odenwälder,
wie du das Polrad abbekommst, ist hier beschrieben:
http://www.holdereinachser-e9.de/wartung_pflege.html#zuendung1
Du brauchst sogenannte Abziehschalen. Weiß aber nicht, wo du so etwas herbekommen könntest.
Generell erst mal schauen, ob der Funke generell woanders hingeht, z.B. am Killschalter.
Kerze und Stecker hast du schon ausgeschlossen, bleiben, typischerweise, Kondensator und Kontakte. Kannst du durchs Polrad die Zündung, bzw. Kontakte sehen? Wenn ja, kannst du zumindest mal die Kontakte prüfen, ob die richtig öffnen und die Kontakflächen sauber sind.
Er hat zwar die klassische Magnetzündung, ist aber von Ducati. Da wirds mit Ersatzteilen schwierig. Lediglich der Kondensator ist ein Standardteil.
Gruß,
Bastian
wie du das Polrad abbekommst, ist hier beschrieben:
http://www.holdereinachser-e9.de/wartung_pflege.html#zuendung1
Du brauchst sogenannte Abziehschalen. Weiß aber nicht, wo du so etwas herbekommen könntest.
Generell erst mal schauen, ob der Funke generell woanders hingeht, z.B. am Killschalter.
Kerze und Stecker hast du schon ausgeschlossen, bleiben, typischerweise, Kondensator und Kontakte. Kannst du durchs Polrad die Zündung, bzw. Kontakte sehen? Wenn ja, kannst du zumindest mal die Kontakte prüfen, ob die richtig öffnen und die Kontakflächen sauber sind.
Er hat zwar die klassische Magnetzündung, ist aber von Ducati. Da wirds mit Ersatzteilen schwierig. Lediglich der Kondensator ist ein Standardteil.
Gruß,
Bastian
#3
Re: Zündung Stamo 203
Odenwaelder
Geschrieben am: 17.10.2021
Hallo Bastian,
den Killschalter kann ich denk ich ausschließen, der ist neu
So ähnlich wie in der Beschreibung haben wir es probiert, halt nicht mit einem speziellen Abzieher sondern mit Schrauben deren Köpfe in den Löchern eingehakt haben, haben auch gut Zug aufs Polrad gebracht, bis der Schraubenkopf abgerissen ist, liegt natürlich jetzt hinterm Polrad
Ist es normal das die Teile so fest sitzen?
BTW: der Stamo 203 hat oben drauf einen Drahtbügel mit rotem Knubbel dran der in zwei Positionen einrastet. Welche Funktion hat der, hab dazu nirgends etwas gefunden und kann auch keine Funktion erkennen
Gruß vom Odenwälder
den Killschalter kann ich denk ich ausschließen, der ist neu
So ähnlich wie in der Beschreibung haben wir es probiert, halt nicht mit einem speziellen Abzieher sondern mit Schrauben deren Köpfe in den Löchern eingehakt haben, haben auch gut Zug aufs Polrad gebracht, bis der Schraubenkopf abgerissen ist, liegt natürlich jetzt hinterm Polrad

Ist es normal das die Teile so fest sitzen?
BTW: der Stamo 203 hat oben drauf einen Drahtbügel mit rotem Knubbel dran der in zwei Positionen einrastet. Welche Funktion hat der, hab dazu nirgends etwas gefunden und kann auch keine Funktion erkennen
Gruß vom Odenwälder
#4
Re: Zündung Stamo 203
Bastian
Geschrieben am: 17.10.2021
Hallo Odenwälder,
es kann durchaus so sein. Man muss vor allem versuchen, möglichst nahe an der Welle abzuziehen. Je weiter weg, wird das Polrad quasi gestaucht, also auf die Welle gedrückt und blockiert zusätzlich.
Wenn es das Ding ist, von dem ich vermute was du meinst, dann der Killschalter des Motors. Dieser dürfte nun nutzlos sein, da er für die Stationärausführung gedacht ist, dieser hat Fernbedienung. Bei der Stamo-Ausführung ist der Gashebel über dem Vergaser und in Stopp-Stellung berührt der Gashebel diesen. Oder er wird manuell an Masse gedrückt.
Gruß,
Bastian
es kann durchaus so sein. Man muss vor allem versuchen, möglichst nahe an der Welle abzuziehen. Je weiter weg, wird das Polrad quasi gestaucht, also auf die Welle gedrückt und blockiert zusätzlich.
Wenn es das Ding ist, von dem ich vermute was du meinst, dann der Killschalter des Motors. Dieser dürfte nun nutzlos sein, da er für die Stationärausführung gedacht ist, dieser hat Fernbedienung. Bei der Stamo-Ausführung ist der Gashebel über dem Vergaser und in Stopp-Stellung berührt der Gashebel diesen. Oder er wird manuell an Masse gedrückt.
Gruß,
Bastian
#5
Re: Zündung Stamo 203
Odenwaelder
Geschrieben am: 26.10.2021
Wollt Euch mal ne Rückmeldung geben:
Nach ziemlich hartem Kampf hat das Polrad verloren, leider auch nicht überlebt.
Zum Vorschein kam ein ziemlich verschlissener Unterbrecher und eine Zündspule mit gebrochener Isolierung, vermutlich Resultat des Abziehens.
Zur großen Freude war bei Frank der Unterbrecher, die Spule mit Kondensator und das Polrad als Neuteil verfügbar.
Mittlerweile alles soweit eingebaut, brauchen allerdings noch eine Distanzhülse da das neue Polrad ei wenig anders ist als das alte, aber es gibt schonmal einen ordentlichen Zündfunken, kein vergleich zu vorher.
Eine Frage bleibt allerdings: wie verstellt bzw. überprüft man den Zündzeitpunkt? Hab in verschieden Quellen gelesen das er bei 3-3,5mm vor OT sein soll. Aber die einzige verstellmöglichkeit sehe ich nur für den Unterbrecherabstand, alles andere ist ja quasi vorgegeben, oder hab ich was übersehen?
Gruß vom Odenwälder
Nach ziemlich hartem Kampf hat das Polrad verloren, leider auch nicht überlebt.
Zum Vorschein kam ein ziemlich verschlissener Unterbrecher und eine Zündspule mit gebrochener Isolierung, vermutlich Resultat des Abziehens.
Zur großen Freude war bei Frank der Unterbrecher, die Spule mit Kondensator und das Polrad als Neuteil verfügbar.
Mittlerweile alles soweit eingebaut, brauchen allerdings noch eine Distanzhülse da das neue Polrad ei wenig anders ist als das alte, aber es gibt schonmal einen ordentlichen Zündfunken, kein vergleich zu vorher.
Eine Frage bleibt allerdings: wie verstellt bzw. überprüft man den Zündzeitpunkt? Hab in verschieden Quellen gelesen das er bei 3-3,5mm vor OT sein soll. Aber die einzige verstellmöglichkeit sehe ich nur für den Unterbrecherabstand, alles andere ist ja quasi vorgegeben, oder hab ich was übersehen?
Gruß vom Odenwälder
#6
Re: Zündung Stamo 203
Bastian
Geschrieben am: 27.10.2021
Hallo Odenwälder,
das ist wirklich eine gute Frage. In der Rep.-Anleitung steht das tatsächlich nicht drin. Neben dem Unterbecherkontakt musst du noch das Maß zwischen den 2 Ankerkernen der Zündspule und Nockenberg der Kurbwelwelle. Zündanker dabei leicht lösen. Eine Schieblehre an die Kurbelwelle und Zündanker halten. Maß ist 69,6-01 mm
Gruß,
Bastian
das ist wirklich eine gute Frage. In der Rep.-Anleitung steht das tatsächlich nicht drin. Neben dem Unterbecherkontakt musst du noch das Maß zwischen den 2 Ankerkernen der Zündspule und Nockenberg der Kurbwelwelle. Zündanker dabei leicht lösen. Eine Schieblehre an die Kurbelwelle und Zündanker halten. Maß ist 69,6-01 mm
Gruß,
Bastian
#7
Re: Zündung Stamo 203
Odenwaelder
Geschrieben am: 27.10.2021
Hallo Bastian,
das mit dem Abstand der Ankerkerne hab ich auch gelesen, allerdings ist mir Schleierhaft wie man das messen soll, der Nocken läuft innerhalb des Gehäuses vom Unterbrecher, siehe Bild. Ein überprüfen mittels Fühlerlehre ist auch unmöglich bei montiertem Polrad, vom nachstellen ganz zu schweigen. Bei montiertem Polrad kommst praktisch nirgends mehr ran, es sei denn man hat das in der Anleitung empfohlene aufgeschnittene Polrad das es aber nichtmal von F&S zu kaufen gab.
Wundert mich nicht das beim 251er die Zündung komplett anders gestaltet wurde.
Die Zündspule/Ankerkerne hab ich praktisch nach "Gefühl" eingestellt, so das es grade so nicht schleift.
Das neue Polrad ist zwar von Ducati aber hat leichte Abweichungen zum Original: Es gibt keine Magnete rundrum sondern nur noch an einer Stelle, im Bereich der Nabe ist es nun glatt, der Zapfen mit dem Mitnehmer für das Lüfterrad ist nicht mehr vorhanden so das hier ein Distanzstück angefertigt werden musste.
Aber heute alles zusammengebaut und was soll ich sagen: Ein Zündfunke zum Lagerfeuer anzünden und der Motor schnurrt wieder wie ein Kätzchen
Viel Grüße vom Odenwälder
das mit dem Abstand der Ankerkerne hab ich auch gelesen, allerdings ist mir Schleierhaft wie man das messen soll, der Nocken läuft innerhalb des Gehäuses vom Unterbrecher, siehe Bild. Ein überprüfen mittels Fühlerlehre ist auch unmöglich bei montiertem Polrad, vom nachstellen ganz zu schweigen. Bei montiertem Polrad kommst praktisch nirgends mehr ran, es sei denn man hat das in der Anleitung empfohlene aufgeschnittene Polrad das es aber nichtmal von F&S zu kaufen gab.
Wundert mich nicht das beim 251er die Zündung komplett anders gestaltet wurde.
Die Zündspule/Ankerkerne hab ich praktisch nach "Gefühl" eingestellt, so das es grade so nicht schleift.
Das neue Polrad ist zwar von Ducati aber hat leichte Abweichungen zum Original: Es gibt keine Magnete rundrum sondern nur noch an einer Stelle, im Bereich der Nabe ist es nun glatt, der Zapfen mit dem Mitnehmer für das Lüfterrad ist nicht mehr vorhanden so das hier ein Distanzstück angefertigt werden musste.
Aber heute alles zusammengebaut und was soll ich sagen: Ein Zündfunke zum Lagerfeuer anzünden und der Motor schnurrt wieder wie ein Kätzchen
Viel Grüße vom Odenwälder
#8
Re: Zündung Stamo 203
Bastian
Geschrieben am: 28.10.2021
Hallo Odenwälder,
natürlich OHNE Polrad. Da man hier das Polrad zuletzt drauf macht, muss man ja einen Anhaltspunkt haben, da der Abstand zwischen Spule und Magnetrad genau definiert ist, mit leichtem Spiel. Daher kann man die Spule leicht versetzen.
Gruß,
Bastian
natürlich OHNE Polrad. Da man hier das Polrad zuletzt drauf macht, muss man ja einen Anhaltspunkt haben, da der Abstand zwischen Spule und Magnetrad genau definiert ist, mit leichtem Spiel. Daher kann man die Spule leicht versetzen.
Gruß,
Bastian
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